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Der Klirrfaktor:

Die Klirrkomponente K2 zeigt oberhalb von 150 Hz ein weitgehend konstantes Verhalten und erhöht sich moderat mit dem Anregungspegel. Lediglich im Bereich der Sickenresonanz steigt der KlirrFAKTOR an, weil ja die Amplitude der Klirrkomponente auf die Amplitude der Grundwelle bezogen wird: wenn die Klirrkomponente gleich laut bleibt, die Grundwelle aber leiser wird (-7 dB um 700 Hz) steigt der Klirrfaktor also an. In diesem Fall tritt der maximale Klirrfaktor aber bei 600 Hz auf -> es ist offenbar nicht der Rückgang der Grundwelle schuld.
Dieses Verhalten ist auch bei den höheren Klirrkomponenten zu beobachten.

Bei einem mittleren Schalldruckpegel von 80 / 85 / 90 / 95 / 100 dB liegt K2 zwischen 50 und 11200 Hz im Mittel bei leicht erhöhten 0.626 / 1.055 / 1.762 / 2.700 / 3.980 %. Für K3 gilt in diesem Bereich ein Mittelwert von moderaten 0.144 / 0.219 / 0.476 / 0.673 / 1.122 %. Bei 100 dB mittlerem Schalldruckpegel (das entspricht einem Anregungspegel von ca. 7.4 Watt) kollabiert das Chassis nur bei tiefen Frequenzen < 50 Hz.

Nach unseren Untersuchungen (Klirrfaktor - wie viel ist zu viel?) wäre K2 im untersuchten Pegel- und Frequenzbereich nur im engeren Bereich der Sickenresonanz (562 bis 708 Hz) und unter 42 Hz hörbar.
Die unharmonische Klirrkomponente K3 ist vor allem im weiteren Bereich der Sickenresonanz (473 bis 841 Hz) und unter 42 Hz hörbar. Bei einem mittleren Schalldruckpegel von 95 dB ist K3 von 501 bis 1334 Hz hörbar.
Auch die höheren Klirrkomponenten liegen ausschließlich im weiteren Bereich der Sickenresonanz oberhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle.
Chassis 1 zeigt leicht höhere Klirrwerte in einen etwas weiteren Bereich um die Sickenresonanz.

Klirrfaktor bei 80 bis 100dB/1m (Halbraum, 20cm)