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Sprungantwort/Pegellinearität

Die Sprungantwort sieht fast Lehrbuchmäßig aus - wären da nicht die 3 "Zappler" kurz nach dem Peak, die auf das Konto der Membranresonanz bei 18 kHz gehen (1/0.063 ms = 16 kHz).
In beiden Zerfallspektren sind - neben den Membranresonanzen bei 7, 10 und 18 kHz - zwei etwas länger ausschwingende Bereiche um 1.5 kHz und 2.5 kHz erkennbar.

Sprungantwort (Chassis 1, 20 cm. 0°)

Zerfallspektrum (Chassis 1, 20 cm. 0°)


Die Pegellinearität:

Bei einem mittleren Schalldruckpegel von 74 bis 94 dB in 1 m Abstand (das entspricht einer Eingangsleistung von 0.044 bis 4.4 Watt) gibt es bei Anregung von 20 bis 20000 Hz bis 93 dB (+19 dB) nur ganz sporadisch Linearitätsfehler > 0.5 dB (insbesondere > 10 kHz).
Erhöht man die Anregung um 6 dB und entlastet das Chassis unterhalb von 80 Hz (Hochpassfilter 12 dB/Oktave), dann gehen die Nichtlinearitäten trotz 4-facher Eingangsleistung sogar zurück - der LY410F mag bei höheren Pegeln also eine Entlastung und Unterstützung durch Subwoofer.
Die Impedanzstörung um 600 Hz ist im Dynamiktest deutlich als "gegenläufige Dynamikentwicklung" um 600 Hz erkennbar - alle anderen Frequenzen werden bei höherer Anregung tendenziell leiser, um 600 Hz wird es jedoch lauter . . .