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Der Klirrfaktor:

Der "harmonische" Klirrfaktor K2 verläuft im Einsatzbereich des Tieftöners weitgehend linear und ist moderat vom Anregungspegel abhängig. Der "unharmonische" K3 zeigt oberhalb von 900 Hz einen stark ansteigenden Verlauf mit einem "Klirrplateau" zwischen 1600 und 2500 Hz. Die Abhängigkeit vom Anregungspegel ist gering, erst bei 105 dB mittlerem Schalldruckpegel steigt der Klirrfaktor deutlich an.

Bei einem mittleren Schalldruckpegel von 85 / 90 / 95 / 105 dB liegt K2 im Frequenzbereich von 160 bis 2000 Hz im Mittel bei 0.447 / 0.809 / 1.466 / 1.257 / 2.063%. Für K3 gilt in diesem Bereich ein Mittelwert von geringen 0.105 / 0.133 / 0.152 / 0.233 / 0.326%. Bei Erhöhung von 100 auf 105 dB mittlerem Schalldruckpegel steigen die ungradzahligen Klirrfaktoren etwas stärker an.

Nach unseren Untersuchungen (Klirrfaktor - wie viel ist zu viel?) wäre K2 im gesamten untersuchten Bereich komplett unhörbar. Demgegenüber ist K3 von 944 bis 2113 Hz in 7/8/4/4/2 von 15 1/12-Oktavbändern bei Sinusanregung hörbar. K4 ist komplett unhörbar, dafür ist K5 bei Pegeln von 85 bis 100 dB zwischen 562 und 1259 Hz oberhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle für den denkbar kritischsten Fall der Sinusanregung. Bei hohen Pegeln sind die ungradzahligen Klirrfaktoren zunehmend weniger hörbar - eine durchaus wünschenswerte Eigenschaft für PA-Chassis ;-)

Klirrfaktor bei 85 bis 105dB/1m (Halbraum, 20cm (85-95 dB)/48 cm(100-105 dB), 0°)


Der "harmonische" Klirrfaktor K2 des Hochtöners zeigt > 2 kHz einen leicht ansteigenden Verlauf und ist moderat vom Anregungspegel abhängig. Die höheren Klirrkomponenten zeigen oberhalb von 1600 Hz einen Anstieg bei der Membranresonanz von 16 kHz dividiert durch die Ordnung der Klirrkomponente (also 5.33 kHz bei K3, 4 kHz bei K4, 3.2 kHz bei K5 etc.). Sie sind bis 95 dB kaum vom Anregungspegel abhängig.

Bei einem mittleren Schalldruckpegel von 90 / 95 / 100 / 105 dB liegt K2 im Frequenzbereich > 2000 Hz Mittel bei geringen 0.356 / 0.626 / 1.092 / 1.855%. Für K3 gilt in diesem Bereich ein Mittelwert von sehr geringen 0.012 / 0.026 / 0.068 / 0.214%. Bei Erhöhung von 100 auf 105 dB mittlerem Schalldruckpegel steigen die Klirrfaktoren stärker an -> hier ist dann langsam Schluss.

Nach unseren Untersuchungen (Klirrfaktor - wie viel ist zu viel?) wäre K2 oberhalb 944 Hz im gesamten untersuchten Pegelbereich komplett unhörbar. Für den "unharmonischen" K3 und die höheren Klirrkomponenten gilt dies > 1059 Hz.

Klirrfaktor bei 90 bis 105dB/1m (Halbraum, 48cm, 0°)