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Der Frequenzgang:

Der Frequenzgang des "Tieftöners" verläuft auf Achse zwischen 125 und 2000 Hz recht gleichmäßig, ab 800 Hz mit leicht fallender Tendenz. Darüber fällt der Frequenzgang bis 3 kHz zunächst um ca. 4 dB ab und bäumt sich dann bei der Resonanzfrequenz von 4.6 kHz um ca. 10 dB auf, bevor es dann rapide bergab geht.
Die Bündelung bleibt bis 1.25 kHz gering und nimmt bis 3 kHz weitgehend gleichmäßig zu. Im Bereich der Membranresonanz bäumt sich auch unter 45 und 60 Grad der Frequenzgang auf und sorgt so für eine Überhöhung des winkelgewichteten Schalldrucks um 4.6 kHz. Der beginnt schon ab 800 Hz zu sinken mit im Mittel 6 dB/Oktave - ideal wären 3 dB/Oktave.
Der Bündelungsgrad steigt bis 5.5 kHz deutlich ab - und bricht dann bis 10 kHz ein: hier verhält sich das Chassis nicht mehr als Kolbenstrahler sondern als DML (= Distributed Mode Loudspeaker)
Beide Tieftöner verhalten sich bis 2 kHz sehr ähnlich, aber dann gibt es 2 Meinungen über den richtigen Weg (wobei sich Chassis 1 eher so verhält wie man es erwarten würde). Dies gilt nicht nur für den Frequenzgang auf Achse (maximale Abweichung +2.9 dB bei 2.4 kHz) sondern vor allem für den winkelgewichteten Schalldruck (maximale Abweichung 6.1 dB bei 2.4 kHz).

Pseudorauschen > 200 Hz (0°, 15°, 30°, 45°, 60°; MP3 42 kB)


Der Frequenzgang des Hochtöners verläuft ab 3 kHz recht gleichmäßig, darunter fällt der Frequenzgang gleichmäßig langsam ab (-3 dB bei 2 kHz, -10 dB bei 1 kHz). Um 16 kHz gibt es eine kleine Störstelle, bis 20 kHz fällt der Frequenzgang zunächst um ca. 6 dB ab, bäumt sich aber um 28 kHz noch einmal auf (Membranresonanz)
Die Bündelung setzt ab 3 kHz langsam ein, mit zunehmendem Winkel fällt der Frequenzgang bis 12 kHz zunehmend ab. Bei 16 kHz ist wieder die o.g. Störstelle erkennbar. Der winkelgewichtete Schalldruck verläuft von 2.5 bis 5 kHz weitgehend flach und fällt dann mit ca. 4 dB/Oktave ab. Bei 16 kHz gibt es wieder eine Störstelle.
Der Bündelungsgrad steigt ab 3 kHz bis 16 kHz kontinuierlich an - und bricht bei 20 kHz deutlich ein: hier verhält sich auch der Hochtöner als DML.

Pseudorauschen > 1000 Hz (0°, 15°, 30°, 45°, 60°; MP3 42 kB)

Beide Hochtöner verhalten sich auf Achse grundlegend ähnlich, aber im Detail gibt es zahlreiche Unterschiede: bei 37 1/12 Oktavbändern beträgt die mittlere Abweichung zwischen 2 und 16 kHz 0.90 dB (Maximalwert 2.43 dB), während sich der Mittelwert nur um 0.25 dB ändert. Beim winkelgewichteten Schalldruck mittelt sich das aber tendenziell weg (mittlere Abweichung 0.7 dB, Abweichung des Mittelwertes 0.24 dB).

Vergleicht man den Bündelungsgrad so verhalten sich Tief- und Hochtöner bis ca. 1 kHz weitgehend gleich, darüber steigt die Bündelung des Tieftöners deutlich stärker an als die des Hochtöners -> im Sinne eines gleichmäßigen Bündelungsverhaltens sollte die Trennfrequenz daher nicht höher als 1 kHz sein:

Das gilt allerdings nur für den Einbau in eine unendliche Schallwand. Bei einem realen Gehäuse müssen auch die Beugungseffekte an der Schallwand berücksichtigt werden