Tieftöner

MBH-15 - TSP

Membranfläche: Außendurchmesser:
Innendurchmesser:
Plugdurchmesser:
-> Membranfläche Sd:
350 mm
308 mm
0 mm
850.1 cm²
TSP (Anregung -12 dB,
Mittelwert von 2 Chassis):
Resonanzfrequenz Fs
DC-Widerstand Rdc
Mechanische Güte Qms
Elektrische Güte Qes
Gesamtgüte Qts
Effektive bewegte Masse Mms
Äquivalentes Luftvolumen Vas
Kraftfaktor BL
Wirkungsgrad Eta (1m, 2.83V, Halbraum)
30.42 Hz (+/-1.2%)
7.28 Ohm (+/-3.4%)
5.025 (+/-0.7%)
1.506 (+/-1.7%)
1.159 (+/-1.2%)
110.2 gr (+/-4.7%)
254.7 dm³ (+/-2.3%)
10.08 N/A (+/-0.9%)
89.10 dB (+/-0.03)

Die TSP:

Im Impedanzverlauf deuten sich Membranresonanzen bei ca. 850 Hz und 2 kHz an, die sich - wie üblich - auch im Frequenzgang wiederfinden.

Die gemessene Resonanzfrequenz (nach 12 Stunden Einrauschen) liegt mit 30.4 Hz für ein PA-Chassis relativ niedrig, wegen der Schaumstoffsicke hatten wir aber noch etwas weniger erwartet. Das äquivalente Luftvolumen liegt mit 255 Litern dafür nicht allzu hoch, ein Zeichen für eine moderate bewegte Masse (110 gr).
Der Wirkungsgrad liegt mit 89.1 dB/2.83V/m selbst für HiFi-Niveau niedrig, mit PA hat das überhaupt nichts zu tun: mit 350 Watt würde man gerade mal in 1 m Abstand einen Schalldruck von 114.5 dB erzeugen!
Die Gesamtgüte Qts bestimmten wir zu 1.159 - ein Zeichen dafür, dass der Antrieb deutlich untermotorisiert ist -> das ist selbst für eine Transmission-Line zu viel!
Die Streuung der TSPs ist recht gering, für ein so preiswertes Chassis ist das ein sehr gutes Ergebnis.

Auf einer offenen Schallwand (bzw. einem 2000 Liter großen geschlossenen Gehäuse) ergäbe sich folgender Frequenzgang:

Der Frequenzgang fällt erst bei 25 Hz um 3 dB vom Nennpegel ab, bei knapp 40 Hz gibt es aber eine Schalldrucküberhöhung um ca. 3 dB. Das relativiert sich beim Einbau in eine offene Schallwand, denn dort fällt laut Theorie der Frequenzgang ja unterhalb einer Frequenz, die durch die Abmessungen der Schallwand definiert wird, mit 6 dB/Oktave ab. Hier mal eine Simulation mit Edge (nur der Schallwandeinfluss, Mikrofonabstand = 3 m, 90 cm über Boden):

Hinweis: die eigentliche Schallwand ist 50 cm breit und 100 cm hoch, die Verdoppelung berücksichtigt die Quellen-Spiegelung am Boden (rote Linie)!

Den sanften Frequenzganganstieg kann man passiv leicht durch eine zu große Spule kompensieren.

Wie immer hat aber die Raumakustik das letzte Wort - denn die verändert den simulierten Frequenzgang ja noch um +/- 10 dB im Bassbereich, und jeder Raum macht das anders. Die Behauptung, dass Dipollautsprecher unkritisch aufzustellen seien haben wir in unserem Artikel Der Dipol, das unbekannte Wesen ja wohl widerlegt . . .

Kommentare  

# DIYHarry 2017-01-11 22:35
hey,

OB Anwendungen klingen immer interessant und der Preis ist der Hammer

hab ich die Werte für Xmaxbzw xlin überlesen
Danke
Harry
# johny36 2017-01-11 08:49
Hallo,
das Bild vom LS ist glaube ich, nicht das vom MHB 15. Die Sicke ist beim MHB15 eine weiche.
mfg Johny
# Theo 2017-01-11 15:26
Hi stimmt

wir haben schon neue geordert um auch Bilder machen zu können.

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