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Der Klirrfaktor:

Die Klirrkomponente K2 zeigt bis 1000 Hz einen weitgehend linearen Verlauf und steigt deutlich mit dem Anregungspegel. Der unharmonische K3 bleibt bis ca. 500 Hz auf moderatem Pegel, steigt dann aber bis 600 Hz (ca. 1/3 der Membranresonanz um 1.8 kHz) deutlich an. Die Pegelabhängigkeit von K3 ist zwischen 85 und 100 dB gering. Die höheren Klirrkomponenten liegen bis 100 dB auf niedrigem Niveau. Bei den Klirrkomponenten K3 bis K8 sind generell Klirrmaxima bei 1/X der Membranresonanz erkennbar. Zusätzlich klirrt das Chassis auch bei der Membranresonanz.
Bei 105 dB mittlerem Schalldruckpegel steigen die Klirrkomponenten deutlich an: hier ist unser Verstärker so langsam am Ende (Anregungsspannung ca. 21.6 Vrms = 130 Watt bei 3.58 Ohm), außerdem reißen die 195 Gramm Membranmasse kräftig an unserem Messpodest und bringen es zum Vibrieren.

Bei einem mittleren Schalldruckpegel (50 bis 500 Hz) von 80 / 85 / 90 / 95 / 100 / 105 dB liegt K2 zwischen 40 und 500 Hz im Mittel bei noch geringen 0.191 / 0.334 / 0.612 / 1.090 / 1.015 / 1.725 %. Für K3 gilt in diesem Bereich ein Mittelwert von sehr geringen 0.084 / 0.149 / 0.151 / 0.161 / 0.224 / 0.725 %.

Nach unseren Untersuchungen (Klirrfaktor - wie viel ist zu viel?) wäre K2 im untersuchten Pegel- und Frequenzbereich weitgehend unhörbar - lediglich bei 105 dB mittlerem Schalldruckpegel besteht die Chance K2 (< 38 Hz) zu hören.
K3 ist bei tiefen Frequenzen unterhalb von 27 Hz hörbar, bei 105 dB unterhalb von 28 Hz. Bei hohen Frequenzen liegt K3 bei Pegeln bis 95 dB meist zwischen 531 und 1259 Hz oberhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle (bei höheren Pegeln wird K3 unkritischer). Für K5 gilt dies zwischen 355 und 596 Hz.

Klirrfaktor bei 80 bis 105dB/1m (Halbraum, 20cm (ab 100dB 48 cm))