Software/Messtechnik

Der WINDOWS® Media Player als Spektrumanalyzer


Bei Wahl des Menüpunktes "Ansicht / Visualisierungen / Streifen und Wellen / Streifen" wird das Signal von Audio-Dateien vom WINDOWS® Media Player als Spektrum angezeigt. Mit den 3 beigefügten Dateien kann man erkennen, wie das angezeigte Spektrum zu interpretieren ist:

Nr. Datei Signal
1 Sin_200_2k_20k_010.wav Sinus 200, 2k und 20k Hz gleichzeitig, 10% Vollaussteuerung bzw.-20 dB
2 Sin_1k_0-10-20-30-40-50-60-70dB.wav Sinus 1k Hz, beginnend bei 0dB; nach jeweils 1 Sekunde plötzlich 10 dB leiser
3 Sin_400_200_100_50_0dB.wav Jeweils 1 Sekunde lang Sinus 400, 200, 100 und 50 Hz bei Vollaussteuerung (100% = 0dB)

Daraus ergeben sich die folgenden Erkenntnisse:

  1. Da der Abstand von 2k (Mitte rechts) nach 20kHz (ganz rechts) genau so groß ist wie von 2k Hz nach 200 Hz (links) werden die Frequenzen logarithmisch angezeigt. Es gibt 17 Balken pro Dekade (Frequenzverhältnis 1:10 bzw. 10:1), dies entspricht etwa 5 Balken pro Oktave, also etwa dem mittleren Frequenzabstand der weißen Tasten auf dem Klavier.

     

  2. Da die Höhe des Balkens nach jeweils etwa 1 Sekunde etwa gleich viel kleiner wird, wird die Lautstärke logarithmisch angezeigt, also in dB. Die Dynamik (= Unterschied zwischen lautestem und leisestem Ton) beträgt 80 dB bzw. 10000:1.

     

  3. Die Frequenzauflösung ist so grob, dass bereits der 100 Hz-Ton nicht mehr klar erkennbar ist und sich auf 7 (in Worten: sieben!) Balken verteilt, das entspricht mehr als einer Oktave! Daher wird auch bei keinem Teilbalken der maximale Pegel erreicht, obwohl alle Töne voll ausgesteuert sind. Unterhalb von 400 Hz ist damit eine genaue Frequenzbestimmung leider unmöglich!

     

Die schön kompakte Ansicht des WINDOWS® Media Players ergibt sich übrigens, wenn man unter "Ansicht / Designauswahl" den Eintrag "Corporate" auswählt und dann unter "Ansicht" den Designmodus wählt.
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